DAS NEUE WAPPEN DER MARKTGEMEINDE IRDNING-DONNERSBACHTAL

Die heraldische (wappenkundliche) Wappenbeschreibung lautet: „In Silber unter rotem Wolkenschildhaupt eine von zwei aus diesem fallenden roten Zungenblitzen beseitete blaue unterhalbe, mit einem Kreuz besteckte Lilie, im Schildfuß ein geschmälerter blauer Wellenbalken.“ (Steiermärkisches Landesarchiv).

Die Wolken im Schildhaupt mit den zwei Zungenblitzen und der blaue Wellenbalken sollen auf den Ortsnamen Irdning hinweisen, der aus dem slawischen stammt und erstmals in einer Urkunde als Idinich vorkommt (später auch Yednich, Irnik…). Dieser Name soll auf Deutsch so viel wie zorniger oder giftiger Bach bedeuten. Damit ist der donnernde Bach, der Donnersbach gemeint.
Das Kreuz auf der Lilie weist auf die Bedeutung Irdnings als Mutterpfarre des mittleren Ennstales hin, wo es möglicherweise schon im 9. oder 10. Jahrhundert ein Missionskloster gegeben haben könnte, das später wieder aufgelöst wurde. Diese hohe kirchliche Geltung der Pfarre führte dazu, dass Irdning sich zu einem Verwaltungsmittelpunkt des ganzen Gebietes entwickelte. Und dafür soll die Lilie ein Zeichen sein.
Sie ist das Symbol der Hl. Maria (Wallfahrtskirche Donnersbachwald) aber auch ein Zeichen für Amtsträger. Und Amtsträger, bzw. Beamtete gab es und gibt es noch immer viele.
Schon seit dem Spätmittelalter war hier das Landgericht für das Enns- und Paltental, gab es ein Hochgericht (Galgen), auch in Donnersbach, ab 1849 die Bezirkshauptmannschaft bis 1854 und das Bezirksgericht- bis vor einigen Jahren, einen Polizeiposten, ab 1850 eine Bezirkssteuerbehörde, bereits ab November 1850 ein Postamt, ab 1866 eine Bezirksvertretung, sowie später andere Institutionen und Ämter. - Deshalb die Lilie!

Die Zungenblitze, die um die kreuzbesteckte Lilie eine Klammer bilden, kann man als Zeichen für drohende Naturgewalt auslegen (wir denken an den Sommer 2017), sie können aber auch als Geistesblitze für zündende Ideen in Bildung und Forschung interpretiert werden.

Der Kulturausschuss hofft, dass dieses neue Wappen, welches Sinnbild und nicht Abbild unserer Gemeinde sein soll, auf breite Zustimmung bei der gesamten Bevölkerung unserer lebenswerten Gemeinde stoßen wird.

Kulturreferent Karl Langmann
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